11.10.2017
Sicherheit

Smarte Rauchmelder retten Leben
Fast 400 Deutsche pro Jahr kommen bei Bränden ums Leben, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Gefährlich sind nicht nur Flammen und Hitze, sondern auch giftige Rauchgase. Akustische Rauchwarner schützen gegen dieses Risiko, heute auch vernetzt und mit Anbindung an das Smartphone.

 

Auf den ersten Blick nur unscheinbare Kunststoffdosen, doch im Ernstfall retten sie Leben: Rauchwarnmelder. In fast allen Bundesländern sind sie heute gesetzlich vorgeschrieben. Neubauten müssen überall sofort mit Warngeräten ausgestattet werden, für Bestandsimmobilien gelten je nach Bundesland Übergangsfristen. Wichtig zu wissen: Auch Wohngebäude- und Hausratversicherer fordern meist in ihren Vertragsbedingungen, dass man als Versicherter die geltenden gesetzlichen und behördlichen Sicherheitsvorschriften beachtet. Bringt man trotz bestehender Landesvorschriften keine Rauchmelder im Gebäude an, riskiert man im Brandfall nicht nur seine Gesundheit, sondern auch den Versicherungsschutz. Hätte sich ein Brandschaden durch geeignete Warngeräte ganz oder teilweise verhindern lassen, kann der Versicherer die Leistung wegen Missachtung der Vertragspflichten kürzen. Manche Tarife schließen die Haftung sogar ganz aus, wenn gegen eine Landesbauordnung verstoßen wird, weil Rauchmelder fehlen.

 

In Deutschland verkaufte Rauchmelder müssen der europäischen DIN-Norm EN 14604 entsprechen und ein CE-Zeichen tragen. Auf dem Markt sind heute schon "smarte" Rauchwarner: Misst ein Gerät Brandrauch, meldet es den Alarm per Funk oder WLAN an die anderen Rauchmelder im Haus und alle geben gleichzeitig Signal. Auch die Meldung an eine Handy-App ist möglich, so dass der Benutzer schnell reagieren und Schlimmeres verhindern kann, selbst wenn er gerade nicht zu Hause ist. Unser Tipp: Als Vermieter dürfen Sie die Wartungskosten für Rauchmelder als Betriebskosten auf Ihre Mieter umlegen.