19.01.2010
Neue Zusatzversicherungs-Angebote

Verschiedene Versicherer haben zum Jahresanfang neue Tarife für Zahnzusatz-Versicherungen für gesetzlich Versicherte vorgelegt.

Die Continentale Krankenversicherung a.G. stellt ihren neuen Tarif CEZP als hochwertigen Tarif für professionelle Vorsorge vor.

Versichert werden die Kosten von Wurzelkanal- und Parodontose-Behandlungen, dentin-adhäsive Füllungen sowie Zahnprophylaxe beziehungsweise professionelle Zahnreinigung bis zu 100 Prozent, bei der Zahnprophylaxe begrenzt auf 80 Euro im Jahr pro versicherte Person.

Unter anderem Zahnersatz und Implantate werden zu bis zu 90 Prozent abzüglich der Vorleistung der Krankenkasse erstattet. Dies gilt, wenn der Versicherte mindestens fünf Jahre ununterbrochene Vorsorge nachweist, sonst ist die Erstattung auf 80 Prozent begrenzt.

Ist der Versicherte mit der gesetzlichen Regelversorgung zufrieden, ersetzt CEZP die vollständigen Restkosten. Beachten muss der Versicherte in jedem Fall eine Leistungsstaffel in den ersten vier Versicherungsjahren, beginnend bei 1.000 Euro im ersten Jahr bis zu 3.000 Euro insgesamt in den ersten vier Versicherungsjahren.

Als Preisbeispiele nennt die Continentale 17,85/22,12 Euro Monatsbeitrag für 30-Jährige (Mann/Frau) beziehungsweise 20,98/26,28 Euro für 40-Jährige.

Kombinationslösung beim Münchener Verein

Der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. geht mit dem Tarif Dental Care Premium (Tarif 769) und der Aufbaustufe Prophylax Plus (Tarif 564) in den Markt.

Auch im Dental Care Premium werden die Restkosten einer Regelversorgung mit Zahnersatz einschließlich der dazu erforderlichen Behandlung vollständig übernommen. Über die Regelversorgung hinaus gehende Kosten werden zu 90 Prozent einschließlich der Vorleistung der Kasse erstattet. Limitiert ist dies jedoch auf insgesamt 50 Prozent der Gesamtrechnung.

Der Versicherte muss ebenfalls Prophylaxe-Maßnahmen nachweisen, und zwar über zehn Jahre. Werden nur fünf ununterbrochene Jahre nachgewiesen, reduzieren sich die Erstattungssätze um fünf, sonst sogar um 15 Prozent.

Die Zahnstaffel ist auch hier zu beachten, die in den ersten vier Versicherungsjahren die Leistung auf zwischen 500 und 1.000 Euro jährlich begrenzt. Wie allgemein üblich, gilt dies nicht bei Unfällen, allerdings wird ausdrücklich ein beim Essen abgebrochener Zahn oder beim Reinigen der dritten Zähne entstandener Schaden nicht als Unfall gewertet.

Mit der Aufbaustufe Prophylax Plus erweitert der Versicherte den Anspruch auf Erstattung von 90 Prozent der Prophylaxe-Kosten bis zu 100 Euro jährlich, Inlays, Wurzel- und Paradontosebehandlungen sowie Knirscherschienen.

Die Kombination kostet 29,34/39,94 Euro monatlich für 30-Jährige (Mann/Frau) beziehungsweise 35,00/46,97 Euro für 40-Jährige.

Vorteile für Salus BKK-Mitglieder

Die Württembergische Krankenversicherung AG will ebenfalls ihre Kunden zum Privatpatienten beim Zahnarzt machen. Gleichzeitig wird auch für den Kooperationspartner Salus BKK geworben. Versicherten wird in Aussicht gestellt, eine Leistungserstattung aus einer Hand zu erhalten. Auch würden Wartezeiten gestrichen.

Doch auch unabhängig von einer Mitgliedschaft bei der Salus BKK gilt das Angebot einer Kombination von Zusatzversicherungs-Bausteinen. Mit dem Baustein Zahnbehandlung (ZB) werden die Restkosten für Zahnbehandlungen, 100 Prozent der Zahnprophylaxe-Kosten sowie bis zu 200 Euro jährlich für Akupunktur, Hypnose und Vollnarkose bei Zahnbehandlungen übernommen.

Als Baustein Schöne Zähne (ZG 30, ZG 50, ZG 70) werden zwischen 30 und 70 Prozent der Gesamtkosten für Inlays, Kronen, Zahnprothesen und Implantate übernommen, höchstens allerdings 80 Prozent einschließlich der Leistungen der Krankenkasse.

Auch hier gilt wieder eine Zahnstaffel in den ersten vier Versicherungsjahren, die von 1.000 Euro im ersten Jahr bis 4.000 Euro insgesamt in den ersten vier Jahren ansteigt.

In einem dritten Baustein (BZG20) werden Zahnersatzleistungen um weitere 20 Prozent aufgestockt, sodass inklusive des ZG 70 und einer Vorleistung der Kasse eine Reduzierung der Kosten bis auf 0 Euro möglich wird. Des Weiteren werden Zahnprophylaxe-Maßnahmen bis 80 Euro jährlich zu 100 Prozent übernommen.

Mit Brille sieht man mehr beim Zahnarzt

Schließlich enthält dieser Baustein eine Kostenerstattung für Sehhilfen bis zu 125 Euro alle zwei Jahre. Warum der Versicherte allerdings mit Sehhilfe beim Zahnarzt zum Privatpatienten wird, erschließt sich nicht ganz.

Die Bausteine können frei kombiniert werden. Die Württembergische nennt für die Kombination aus ZB, ZG 30 und BZG 20 Monatsprämien von 29,72/33,76 Euro für 30-Jährige (Mann/Frau) beziehungsweise 30,89/34,89 Euro für 40-Jährige.

Der Aufschlag für die Wahl des ZG 70 statt ZG 30 beträgt bei diesen Eintrittsaltern zwischen gut zehn und knapp 14 Euro im Monat.