09.12.2011
Gesundheit

Als Privatpatient werden Sie bevorzugt
Kassenpatienten warten deutlich länger auf Arzttermine als Privatversicherte, das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen. Nur vier Prozent der Privatkunden mussten sich laut der Studie länger als drei Wochen gedulden, bei gesetzlich Krankenversicherten waren es immerhin elf Prozent. In Facharztpraxen warten Kassenpatienten sogar fünfmal so oft wie privat Versicherte mehr als drei Wochen auf einen Termin. Der Grund für die Bevorzugung der PKV-Kunden ist klar: Die niedergelassenen Ärzte klagen darüber, dass die gesetzlichen Kassen viele Leistungen überhaupt nicht vergüten, während private Krankenversicherer deutlich besser zahlen. Tatsächlich existiert in Deutschland seit vielen Jahren eine Zwei-Klassen-Medizin. Die privaten Krankenversicherer erstatten für die gleiche medizinische Leistung wesentlich mehr Geld als die gesetzlichen Kassen, so dass die niedergelassenen Ärzte an Ihren privaten Kunden erheblich mehr verdienen. Kein Wunder also, dass Privatpatienten viel schneller an Termine kommen, spürbar kürzere Wartezeiten in der Praxis genießen und der Mediziner sich im Behandlungsraum mehr Zeit nehmen kann. Seinen Privatpatienten darf der Arzt erstklassige Medikamente verschreiben, weil er sich nicht an die Wirtschaftlichkeitsvorgaben der gesetzlichen Krankenkassen halten muss. So können Sie als Privatpatient sicher sein, immer mit den bestmöglichen Medikamenten versorgt zu werden. Anders als bei Kassenversicherten gilt für Privatpatienten außerdem kein Maximalbudget, das je Quartal nur eine bestimmte Höchsterstattung vorsieht – als Privatpatient sind Sie beim Arzt also auch dann willkommen, wenn Sie überdurchschnittlich häufig ärztliche Hilfe brauchen. Sie wollen alle Vorteile der privaten Krankenversicherung genießen? Selbstständigen, Freiberuflern und Beamten steht die PKV unabhängig vom Einkommen offen. Als Angestellter können Sie sich privat krankenversichern, wenn Ihr Bruttogehalt über der so genannten Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt (2012: 50.850 Euro im Jahr). Die Beiträge in der PKV werden nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem Gesundheitszustand bei Eintritt, nach dem Alter und den gewünschten Leistungen berechnet. Gerade als Selbstständiger und als gut verdienender Arbeitnehmer ohne schwerwiegende Vorerkrankungen sparen Sie in der Privaten oft viel Geld – oft bis zu 70 Prozent Beitrag im Monat, das zeigen aktuelle Vergleiche!