Als Bauherr sind Sie jederzeit für die Sicherheit auf Ihrer Baustelle verantwortlich. Schon vom ersten Spatenstich an haften Sie persönlich und mit Ihrem ganzen Vermögen für alle Sach- und Personenschäden, die Andere im Zusammenhang mit Ihrem Bauobjekt erleiden. Ohne Versicherungsschutz kann Sie schon ein einziger schwerer Schaden finanziell ruinieren. Als Häuslebauer brauchen Sie deshalb unbedingt eine Bauherren-Haftpflichtversicherung.
Wird ein Passant von herunterfallenden Teilen verletzt, wird ein geparktes Auto beim Rangieren von Baumaterial beschädigt oder fällt ein spielendes Kind bei schlechter Beleuchtung in einen ungesicherten Kellerschacht, kommt man als Bauherr aus eigener Tasche und im Notfall mit dem gesamten Vermögen für den Schaden auf. Besonders wenn Menschen verletzt werden, entstehen oft enorme Schadenersatzansprüche. Auch wenn der Fehler nachweislich beim Bauunternehmen oder einem ausführenden Handwerksbetrieb lag, ist zuerst der Eigentümer der Baustelle verantwortlich – der Geschädigte kann ohne Umwege direkt vom Bauherrn Schadenersatz verlangen. Und wenn das Unglück erst passiert ist, wird es oft schwierig nachzuweisen, dass die Baustelle ausreichend gesichert war. Nur kleinere Bauvorhaben wie Anbauten, Garagen oder Renovierungsmaßnahmen sind in der einfachen Privathaftpflichtversicherung abgedeckt.
Wer ein Haus baut, braucht in jedem Fall eine separate Bauherrenhaftpflicht. Die Bauherren-Haftpflichtversicherung schützt umfassend vor Schadenersatzforderungen Dritter. Die Police sollte rechtzeitig vor Baubeginn abgeschlossen werden. Die Bauherrenhaftpflicht kostet etwa ein Promille der Bausumme, sie schützt vom Tag des Baubeginns an bis zur endgültigen Abnahme durch die Baubehörde. Wichtig ist auch eine ausreichende Deckungssumme: mindestens drei Millionen Euro Versicherungsleistung pauschal sollte der Vertrag bei Personen- und Sachschäden vorsehen.